FRAGEN UND ANTWORTEN ZUM SAMMELN VON MÜNZEN

Kann ich im Ladengeschäft unverbindlich vorbei kommen und mich beraten lassen?

Wir freuen uns, wenn Sie uns in unserem Ladengeschäft besuchen und Fragen zum Thema Münzen, Goldankauf und Goldverkauf an uns richten möchten. Sie können dies jederzeit während unserer Öffnungszeiten tun (Mo.-Fr., 9.30-12.30 Uhr, 14.00-16.30 Uhr).

Für eine ausführliche Beratung oder für ein Fachgespräch mit unseren Experten empfehlen wir Ihnen eine Terminabsprache unter Tel. 089-55278490 oder unter service@kuenker-numismatik.de.

Was kostet mich die Beratung bei Künker am Dom?

Künker am Dom versteht sich als Beratungshaus für Münzen und Medaillen. Für eine Beratung und Einschätzung Ihrer Münzen in unserem Ladengeschäft stehen Ihnen unsere Mitarbeiter und unser IHK-Sachverständiger kostenlos zur Verfügung. Kommen Sie einfach vorbei oder vereinbaren Sie vorab einen Termin.

Wie seriös ist diese Bewertung?

Unser Sachverständiger ist von der IHK für München und Oberbayern öffentlich bestellt und vereidigt. Die Bezeichnung „Sachverständiger“ allein ist nicht geschützt. Für die Bestellung durch die IHK ist der Nachweis von überdurchschnittlichem Fachwissen und Marktkenntnissen vonnöten, die in einer Prüfung nachgewiesen werden müssen.

Man wird Ihnen gerne erläutern, welche Faktoren bei der Bewertung Ihrer Münzen zum Tragen kommen und wie sie sich auf die Preisbildung auswirken.
So können Sie sicher sein, dass Sie bei Künker am Dom eine korrekte Auskunft zu Ihren Münzen sowie eine marktgerechte Bewertung erhalten.

Welche Kosten fallen bei einem Verkauf an?

Für Sie als Verkäufer fallen keine Kosten an. Bei Künker am Dom berät man Sie gerne in allen Belangen rund um Ihre Münzsammlung und erhebt keinerlei Bearbeitungsgebühren.

Was passiert mit meinen Daten bei einem Verkauf?

Bei Anbahnung, Abschluss, Abwicklung und Rückabwicklung eines Kaufvertrages werden von uns Daten im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen erhoben, gespeichert und verarbeitet.Darüber hinausgehende personenbezogene Daten werden nicht erfasst, es sei denn, diese Angaben werden von Ihnen freiwillig gemacht, z.B. im Rahmen einer Registrierung, zur Durchführung eines Vertrages oder einer Informationsanfrage.

Die personenbezogenen Daten werden nur zur Korrespondenz mit Ihnen und nur für den Zweck verarbeitet, zu dem Sie uns die Daten zur Verfügung gestellt haben. Zur Abwicklung von Zahlungen geben wir Ihre Zahlungsdaten an das mit der Zahlung beauftragte Kreditinstitut weiter.
Ihre personenbezogenen Daten werden von uns weder an Dritte verkauft oder vermietet noch Dritten sonst überlassen, es sei denn, dies ist für die Vertragsabwicklung erforderlich oder Sie haben ausdrücklich eingewilligt.

Ihre personenbezogenen Daten werden darüber hinaus weitergegeben, wenn eine ordnungsgemäß autorisierte Datenanfrage von Regierungsbehörden vorliegt, wenn eine vollstreckbare behördliche oder gerichtliche Anordnung vorliegt oder wenn es  zur Verhinderung von Missbrauch/Betrug bzw. zum Schutz unserer Rechte und unseres Eigentums notwendig ist. Personenbezogene Daten werden nur so lange gespeichert, bis der Zweck erfüllt ist, zu dem sie uns anvertraut wurden. Soweit handels- und steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen zu beachten sind, kann die Dauer der Speicherung bestimmter Daten bis zu 10 Jahre betragen.

Welche Garantien habe ich bei Künker am Dom, wenn sich herausstellt, dass die gekaufte Münzen nicht echt ist?

Künker am Dom garantiert die Echtheit der hierverkauften Münzen. Sollte sich wider Erwarten herausstellen, dass sich unsere Experten geirrt haben, wird Ihr Kauf sofort rückabgewickelt und Sie erhalten den Kaufpreis in voller Höhe zurück – jederzeit.

ALLGEMEINE HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Was sind meine Münzen wert?

Der Wert einer Münze beruht auf drei Kriterien: dem Erhaltungszustand, der Seltenheit und der Nachfrage auf dem Markt. Das Material, aus dem die Münze besteht, und das Alter sind entgegen anders lautender Meinungen nur nachrangig von Bedeutung.

In der Numismatik unterscheidet man drei Erhaltungsstufen von Münzen, die sich nach dem jeweiligen Grad der Abnutzung durch den Umlauf und durch nachträgliche Beschädigungen wie Kratzer, Randschläge oder andere Manipulationen.

Wie stark ist die Münze oder Medaille abgegriffen?
Besitzt sie viele Kratzer und/oder Randfehler?
Wurde sie unsachgemäß gereinigt?

Die unterste als sammelwürdig eingestufte Erhaltung ist “sehr schön”. Sie bezeichnet Münzen mit deutlichen Umlaufspuren und Beschädigungen. Vorzüglich erhaltene Münzen dürfen solche Spuren nur in sehr geringem Umfang aufweisen und sollten noch einen von der Prägung herrührenden matten natürlichen Glanz besitzen. Am begehrtesten sind Münzen in der Erhaltung “Stempelglanz”, die keinerlei Umlaufspuren aufweisen, also den Eindruck erwecken, als seien sie erst vor kurzem geprägt worden.

Hinzu kommt als zweites Kriterium die Seltenheit einer Münze: wie viele Münzen haben den Lauf der Geschichte überlebt? Wie viele Münzen werden überhaupt im Handel angeboten?

Nicht zu unterschätzen ist auch die Nachfrage auf dem Sammlermarkt: eine bestens erhaltene und sehr selten angebotene Münze wird auf einer Auktion keinen Spitzenpreis erzielen, wenn es keine Sammler gibt, die sich dafür interessieren.

Wo kann man Münzen verkaufen und den Wert feststellen lassen?

Je nach Zusammensetzung der Münzsammlung bieten sich verschiedene Wege zur Verwertung:
Hochwertige Sammlermünzen sollten über eine Auktion versteigert werden. Hierfür bieten sich je nach Werthaltigkeit Saalauktionen oder Auktionen im Internet an. Sollte eine Sammlermünze nicht für eine Auktion geeignet sein, können Sie sich beispielsweise von einem Münzhändler ein Kaufangebotzu den aktuellen Marktgegebenheitenunterbreiten lassen.

Für die moderne Prägungen der BRD (5- und 10-DM-Stücke) empfiehlt sich der Umtausch zum Nennwert bei der Bundesbank, da sie in so großen Stückzahlen produziert wurden, dass eine deutliche Wertsteigerung kaum absehbar ist. Doch immer gilt: Legen Sie Münzen immer vorab einem Spezialisten vor – hinter jeder noch so unbedeutend scheinenden Münzsammlung können sich einzelne Münzen befinden, die deutlich über dem Nennwert gehandelt werden. Anlagegoldmünzen (sog. Bullion coins) werden zu tagesaktuellen Kursen gehandelt. Allerdings sollten auch sie keine Beschädigungen oder Manipulationen aufweisen, da sonst nur der Schmelzwert zugrunde gelegt werden kann.Für moderne Silbermünzen sowie moderne Gold- und Silbermedaillen wird bei der Verwertung nur der Metallwert zugrunde gelegt.

Wo erfahre ich den Wert meiner Münzen?

Der Wert Ihrer Münzen sollte von einem IHK-Sachverständigen oder von einem erfahrenen Münzhändler ermittelt werden. Diese Personen verfügen über die notwendigen langjährigen Markt- und Preiskenntnisse, um Ihre Münzen korrekt einordnen und bewerten zu können. Hilfestellungen geben Industrie- und Handelskammern  sowie die beiden deutschen Fachverbände, der Verband des deutschen Münzenfachhandels und der Verband der deutschen Münzenhändler.

Wie alt sind meine Münzen?

Das Prägejahr einer Münze ist nicht immer direkt auf der Münze ablesbar. Jahreszahlen auf Münzen gibt es erst seit dem 15. Jahrhundert und dann oftmals nur auf Goldmünzen und größeren Silberprägungen. Die für das Alltagsleben benutzten Kleinmünzen wie Pfennige und Groschen tragen auch weiterhin oftmals keine Jahreszahl.

Eine Münze verrät jedoch auch dann ihr Alter, wenn sie nicht datiert ist. Es gilt, den Prägeherren zu ermitteln, d.h. die Person oder Institution, die die Prägungen veranlasst hat und auch für ihren Wert und Feingehalt garantiert. Die Regierungszeit des Prägeherrn entspricht der Entstehungszeit der Münze.

Wer kann meine Münzen auf Echtheit prüfen?

Für die Echtheitsprüfung von Münzen werden von den Industrie- und Handelskammern deutschlandweit vereidigte Sachverständige bestellt, die solche Analysen vornehmen und die entsprechenden Gutachten erstellen. Darüber hinaus können auch Münzhändler mit langjähriger Erfahrung die Echtheit von Münzen prüfen. Vor allem bei seltenen Stücken ist ein Vergleich mit Exemplaren angebracht, die sich in staatlichen Sammlungen befinden, oder es kommen aufwändige technische Analysemethoden zum Einsatz.

Wer kann meine Münzen auf Echtheit prüfen?

Für die Echtheitsprüfung von Münzen werden von den Industrie- und Handelskammern deutschlandweit vereidigte Sachverständige bestellt, die solche Analysen vornehmen und die entsprechenden Gutachten erstellen. Darüber hinaus können auch Münzhändler mit langjähriger Erfahrung die Echtheit von Münzen prüfen. Vor allem bei seltenen Stücken ist ein Vergleich mit Exemplaren angebracht, die sich in staatlichen Sammlungen befinden, oder es kommen aufwändige technische Analysemethoden zum Einsatz.

Was versteht man unter dem Erhaltungsgrad von Münzen?

Der Wert einer Münze wird bestimmt durch ihren Erhaltungsgrad und durch ihre Seltenheit. Das Alter spielt entgegen oft geäußerter Meinung nur eine sehr untergeordnete Rolle. Um den Erhaltungsgrad zu bestimmen, werden mehrere Kriterien herangezogen:

  • Wie stark ist die Münze oder Medaille abgegriffen?
  • Besitzt sie viele Kratzer und/oder Randfehler?
  • Wurde sie unsachgemäß gereinigt?

Bei Medaillen spielt zudem das Material eine Rolle, aus dem das Stück geprägt wurde. Münzen und Medaillen werden nach folgenden Erhaltungsgraden bewertet:

  • Polierte Platte (PP) – Proof – Flan bruni – Fondo specchio
  • Stempelglanz (ST) – Uncirculated – Fleur de coin – Fior di conio
  • Vorzüglich (vz) – Extremly fine – Superbe – Splendido
  • Sehr schön (ss) – Very fine – Très beau – Bellissimo
  • Schön (s) – Fine – Beau – Molto bello
  • Gering erhalten (g.e.) – Very good – Très bien conservé – Bello

Münzen aufheben oder doch besser verkaufen?

Betrachten Sie das Sammeln von Münzen als Hobby oder haben Freude an der Beschäftigung mit Münzen und deren historischem Umfeld, dann sollten Sie Ihre Münzschätze selbstverständlich aufbewahren. Münzen sind geprägte Geschichte und erzählen von früheren Jahrhunderten. Für die spätere Verwertung empfiehlt es sich, den Rat von Spezialisten einholen.

Besitzen Sie Anlage-Goldmünzen (z.B. Krügerrand, Vreneli, britische Pfund, 20 Goldmark), stellen Sie sich die Frage, ob Sie die Goldmünzen als Absicherung Ihrer persönlichen finanziellen Situation sehen (stille Reserve) oder ob Sie die durch einen Verkauf freiwerdenden Barmittel für andere Pläne einsetzen wollen.
Haben sich Ihre Münzschätze im Laufe der Jahre angesammelt oder wurden sie Ihnen vererbt, dann handelt es sich oftmals um moderne Prägungen aus den letzten 50 Jahren. Wenn Sie das Sammeln von Münzen nicht als Hobby betreiben möchten, dann empfiehlt sich eine Verwertung. Seriöse Münzhändler können den Wert Ihrer Münzen ermitteln.

Sind Münzen eine gute Geldanlage?

Die Erfahrung der letzten Jahrzehnte zeigt folgendes Phänomen: bei langfristigem Sammeln mit hohem Qualitätsbewusstsein erzielt der Sammler bei einer Verwertung einen höheren finanziellen Ertrag als den, den er investiert hatte, da beispielsweise sein Sammelgebiete im Laufe der letzten Jahre an Attraktivität und Nachfrage gewonnen hat. Es wird Ihnen allerdings niemand garantieren, dass dieses Phänomen immer eintritt, die Marktentwicklung hängt immer von den aktiven Sammlern ab.

Welche Faktoren beeinflussen den Wert einer Münze?

Der Wert einer Münze wird maßgeblich durch zwei Faktoren bestimmt:

Zum ersten durch die Erhaltung: Als Zahlungsmittel sind Münzen durch Hunderte von Händen gegangen. Entsprechend groß kann die Abnutzung der Münzen sein. Und Abnutzung mindert potenziell den Wert. In der Numismatik kennen wir hierfür vier verschiedene Erhaltungsgrade bzw. Grade der Abnutzung. Verwirrenderweise steht „schön“ für die geringste Erhaltung mit der größten Abnutzung, es folgt dann der Erhaltungsgrad „sehr schön“.

Bei Sammlern heiß begehrt ist die Erhaltung „vorzüglich“ oder als Optimum „Stempelglanz“.Dabei geben diese Erhaltungsgrade aber nur einen Rahmen vor, die Beurteilung der Erhaltung unterliegt größtenteils der subjektiven Einschätzung des Betrachters. Grundsätzlich aber gilt: Je besser erhalten, desto begehrter ist das Objekt und desto höher ist auch sein Wert. Der zweite Faktor, der bei einer Wertbestimmung zusätzlich zur Erhaltung eine Rolle spielt, ist die Seltenheit einer Münze.

Sind alte Münzen auch immer gleich zu setzen mit wertvollen Münzen?

Entgegen anders lautender Ansichten spielt das Alter einer Münze nur eine nachgeordnete Rolle bei der Bewertung. So gibt es beispielsweise große Mengen an römischen Denaren, die zwar auf 2000 Jahre Geschichte zurückblicken können, aufgrund ihrer langen Umlaufzeit aber so abgegriffen sind, dass man sie als nicht mehr sammelwürdig klassifiziert. Der Wert einer Münze basiert auf dem Erhaltungszustand, der Seltenheit und der Nachfrage auf dem Markt.

Welche Münzen sind überhaupt wertvoll?

Der Wert von Sammlermünzen ist von Faktoren wie Erhaltungszustand, Seltenheit und Nachfrage abhängig. Hat ein Sammler mit großem Kapitaleinsatz gesammelt, hat er in der Regel auch bestens erhaltene Münzen gekauft, hat er weniger Geld ausgegeben und schwächer erhaltene Stück gekauft, liegt der Wiederverkaufswert entsprechend niedriger.

Seit einigen Jahren ist die Tendenz zu beobachten, dass die Sammler größten Wert auf einen bestmöglichen Erhaltungszustand legen und dass die Seltenheit demgegenüber in den Hintergrund tritt. Dieser Trend resultiert aus der Erkenntnis, dass gut erhaltene Münzen immer seltener werden, schwächer erhaltene in immer größeren Stückzahlen auf dem Markt angeboten werden. Bei modernen Prägungen am wenigsten wert sind aus dem Urlaub mitgebrachte Münzen, umgelaufene Kursmünzen aus der DM-Zeit, DDR-Kursmünzen und moderne Medaillen. Es ist immer wieder zu lesen, man könne unter den umgelaufenen DM-Kursmünzen wertvolle Prägungen entdecken, doch findet man auch einen Käufer für diese schwach erhaltenen Stücke?

Im Grunde gibt es drei wertvolle BRD-Kursmünzen, die allerdings kaum im Geldumlauf vorgekommen sind:

  • 50 Pfennig 1950 mit der Umschrift BANK DEUTSCHER LÄNDER (Prägungen von 1949 mit dieser Umschrift sowie von 1950 mit der Umschrift Bundesrepublik Deutschland sind zum Nennwert zu bewerten)
  •   5 DM 1958 mit dem Münzstättenzeichen „J“
  • 2 Pfennig 1969 mit dem Münzstättenzeichen „J“, allerdings nur, wenn es aus reinem Kupfer besteht, d.h. nicht magnetisch ist.

Bei den deutschen Gedenkprägungen im Wert von 5 DM gibt es ebenfalls vier Münztypen, die einen höheren Wert besitzen. Es sind dies:

  • 5 DM 1952, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
  • 5 DM 1955, Markgraf von Baden (Türkenlouis)
  • 5 DM 1955, Friedrich von Schiller
  • 5 DM 1957, Freiherr von Eichendorff.

Für die restlichen Prägungen ab 1968 sowie für die 10 DM-Münzen empfiehlt es sich im Augenblick, sie bei der Bundesbank und deren Filialen zum festgesetzten Wechselkurs in Euro umzutauschen (5 DM = 2,56 €, 10 DM = 5,11 €).Medaillen sind im Gegensatz zu Münzen kein gesetzliches Zahlungsmittel. Sie besitzen deshalb auch keine Wertziffer und Währungsbezeichnung. Die Medaillenprägung kann durch Privatpersonen erfolgen, weshalb sie gerne genutzt werden, um an bestimmte Anlässe zu erinnern. Der Wiederverkaufswert moderner Medaille nach 1945 beschränkt sich meist auf den Materialwert.

Goldmünzen besitzen zunächst mindestens den Goldwert; man sollte darauf achten, dass es sich nicht um vergoldete Münzen handelt (vergoldete Einpfennigstücke, vergoldete 2 DM-Stücke mit den deutschen Kanzlern, usw.). Ob ein über den Goldwert hinausgehender Sammlerwert vorliegt, hängt vom Alter, der Seltenheit und der Erhaltung ab. Der Goldpreis wird zweimal täglich am Bullion Markt in London auf ein Kursniveau fixiert.

Nach welchen Maßstäben/Standards kann man Münzen bewerten?

Bei einer Bewertung werden die Faktoren analysiert, die als Basis für eine Wertermittlung gelten: Echtheit, Erhaltungszustand, Seltenheit und Nachfrage.
Mit einem Münzexperten oder Sachverständigen profitieren Münzsammler von deren langjährigen Erfahrung in der Numismatik, die ihnen hilft, auch versteckte Mängel und Manipulationen zu erkennen.

Experten gehen bei der Bewertung von Münzen sehr streng vor, klassifizieren zunächst den Erhaltungszustand nach den international gültigen Vorgaben für die Erhaltung, prüfen die Echtheit und die Seltenheit der Münze. Aufgrund ihrer Marktkenntnisse können Experten einschätzen, ob für einen bestimmten Münztyp gerade eine erhöhte Nachfrage besteht, was sich auf den Preis auswirken könnte.

Wie bewahre ich meine Münzen richtig auf?

In früheren Jahren fertigte man für die Münzsammlung spezielle, kunstvoll gearbeitete Münzschränke an, auf deren großen Tablaren man seine Schätze auflegen konnte. Diese wurden heute von Boxen und Schubern aus Kunststoff abgelöst, die chemisch neutral sind, also nicht mit den Münzen reagieren. Ebenso kann man seine Münzschätze in säurefreien Papiertütchen aufbewahren, wie sie im Münzhandel Verwendung finden.

Der Zubehörhandel bietet auch seit langem Münzalben an, in deren Kunststoffblätter man die Münzen einstecken kann. Hier sollte man Wert darauf legen, dass diese Albenblätter frei von Weichmachern sind, da diese die Münzen grün anlaufen lassen.

Wie reinigt man Münzen?

„Münzen darf man nicht putzen“! Diesen Leitsatz kennt sicher jeder Münzsammler, leider aber nicht die numismatischen Laien. Und so werden immer wieder Münzen zur Bewertung vorleget, die man vorher in ein Silbertauchbad gelegt hatte oder die man mit einem Tuch poliert hatte, damit sie schön glänzen.

Unser Tipp: Finger weg von jeglicher Art von Reinigung bei Münzen. Sie zerstören die Oberfläche der Münze, die dadurch erheblich an Wert verliert. Es ist eine irrige Annahme zu glauben, durch Reiben Münzen wieder in den ursprünglichen Erhaltungszustand versetzen zu können. Münzexperten wissen Verschmutzungen und Auflagen bei ihrer Bewertung sehr gut einzuschätzen.

Wie pflege ich meine Münzsammlung?

Grundsätzlich gilt: Münzen darf man nicht mechanisch oder chemisch reinigen. Jeder unprofessionelle Reinigungsversuch vermindert den Wert der Münze. Am besten sollte die Münze in ihrem Zustand belassen werden

Zur Aufbewahrung eignen sich Münzkästen aus Kunststoff oder Holz, wie sie der Münzfachhandel anbietet. Verzichten sollte man auf ältere Alben, denn deren Blätter enthalten Weichmacher, die sich negativ auf die enthaltenen Münzen auswirken. Dieses Problem ist allerdings bei modernen Münzalben abgestellt worden.

Münzen sammeln – ein attraktives Hobby?

Münzen sammeln sollte in erster Linie als Hobby betrieben werden. Der Sammler beschäftigt sich nicht nur mit seinen Münzen, er versucht sie in den historischen Kontext zu stellen, beispielsweise um mehr über die Zeitumstände der Prägung zu erfahren. Andererseits ist Münzen sammeln  auch eine Art Jagd nach dem begehrten Objekt.

Auch wenn alle Sammler die Freude am Sammeln teilen, so zeigen sich – der AXA-Kunststudie von 2014 zufolge – dennoch völlig unterschiedliche Motivationen: Die größte Sammlergruppe bilden die Kunstliebhaber. Es folgen Sammler, die Kunst zur Diversifizierung ihrer sonstigen Anlagen sammeln. Diese Gruppe beurteilt Kunst unter dem Gesichtspunkt der Wertentwicklung und als Möglichkeit zum Ausdruck der eigenen gesellschaftlichen Position. Weit abgeschlagen landen die “Bewahrer”, die mit ihrer Sammeltätigkeit eine Familientradition fortsetzen.

Warum sollte man Münzen sammeln?

Münzen zu sammeln ist eine faszinierende Beschäftigung, die einen ein Leben lang begleiten kann. Sie bietet die Chance, sich anhand von „Zeitzeugen aus Edelmetall“ mit der Weltgeschichte auseinanderzusetzen, sich Wissen zu bestimmten Epochen anzueignen und diese Leidenschaft möglicherweise auch mit einer nachhaltigen Wertanlage zu verbinden.

Was ist die Faszination an Münzen?

Jede Münze erzählt ihre ganz eigene Geschichte. Sie berichtet viel über die Zeitumstände, über wichtige Persönlichkeiten und Ereignisse der Zeit. Über viele antike Reiche, Städte und Personen wissen wir nur aus entsprechenden Münzfunden, da viele andere Spuren dieser Epochen längst vergangen sind. Die Unvergänglichkeit von Münzen aus Edelmetall ist beeindruckend. Wo hat man sonst schon die Möglichkeit, ein Artefakt in den Händen zu halten, das Jahrhunderte oder Jahrtausende alt ist und zu seiner Zeit durch viele Hände ging. Münzen sind erlebte Geschichte.

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für einen solchen Münzfund ist eine Kupfermünze des römischen Kaisers Proculus aus dem 3. Jahrhundert. Die Existenz dieses Herrschers wurde lange angezweifelt, zumal dieser lediglich in einigen spätantiken Geschichtsquellen flüchtig erwähnt worden war. Der Fund dieser Münze war der erste eindeutige Beweis für die Existenz Proculus und die einzige bekannte Primärquelle.

Warum lohnt sich eine Münzsammlung?

Münzen sammeln ist in erster Linie ein persönlich sehr befriedigendes Hobby. Geht es doch auf den menschlichen Urinstinkt des Sammelns zurück. Gesammelt werden Münzen, seit es Münzen gibt – also seit rund zweieinhalbtausend Jahren. Triebfedern waren und sind das Interesse an Münzen als historischer Quelle sowie die Freude am Besitz von Kleinkunstwerken aus verschiedenen Weltregionen und –epochen. In jüngerer Zeit entdecken jedoch immer mehr Menschen, dass das Sammeln auch zum Werterhalt ihres Vermögens beitragen kann. Die meisten Sammler sehen ihre Münzen zwar nicht als Investment, aber sie können sich im Nachhinein sehr wohl als gutes Investment erweisen.

Jedoch ist für Anfänger die Gefahr von Fehlinvestitionen recht hoch. Zwar verliert eine Münze nie ihren Metallwert, aber ohne Sachkenntnis und professionelle Beratung kann man gerade zu Beginn seiner Münzsammelleidenschaft leicht mehr Geld als nötig ausgeben. Deshalb ist es hilfreich, einen fachkundigen Profi an seiner Seite zu haben.

Was war die bisher wertvollste Münze?

Die teuerste bisher in Deutschland versteigerte Münze ging im Frühjahr 2012 in Berlin über den Tisch. Es handelt sich um einen sogenannten Familienrubel des russischen Zaren Nikolaus I. aus dem Jahre 1835. Er wurde bei einer Schätzung von 150.000,– € für 650.000,– € zugeschlagen.

Welche Münzarten sind derzeit besonders beliebt? Gibt es einen Trend?

Trends gibt es in der Numismatik immer. Betrachtet man die Auktionen weltweit, so stehen im Moment Münzen aus Russland und China im Fokus der Sammler. Weltweit ist außerdem das Interesse an antiken Münzen eigentlich immer vorhanden. Und zudem lässt sich beobachten, dass das Interesse an mittelalterlichen Münzen, also europäischen Prägungen aus der Zeit grob von 700 bis 1500 wieder mehr zunimmt.

Wo finden Sammler wertvolle Münzen?

Wertvolle Münzen findet man in erster Linie in Münzauktionen. In Deutschland ist die Anzahl der Auktionshäuser in den vergangenen Jahren stetig angewachsen; Münzauktionen werden weltweit veranstaltet, ob als gedruckte Kataloge oder über das Internet. Darüber hinaus bietet der Münzfachhandel natürlich eine große Auswahl an Sammlermünzen in vielen Preislagen. Spitzenstücke werden in der Regel nur über Auktionen angeboten.

Münzen sammeln – Was sollte ein Anfänger beachten?

Am Anfang steht die Entscheidung, ob man sich mit Sammlermünzen oder reinen Kapitalanlagemünzen beschäftigen will. Anlagemünzen aus Edelmetallen wie Gold, Silber, Platin oder auch Palladium sind eine relativ junge Erscheinung, die in den 70er Jahren aufkam. Hier geht es um den reinen Metallwert, es handelt sich sozusagen um Edelmetall in Münz- statt in Barrenform.Sammlermünzen besitzen neben dem Metallwert einen ideellen Wert als Kleinkunstwerke oder historische Quellen. Daher liegt ihr Wert oft deutlich über dem reinen Metallwert.

Bei Sammlermünzen sollte man sich klar werden, welches Gebiet man sammeln möchte: antike Münzen wie z.B. Römer, Griechen oder Kelten, mittelalterliche Pfennige, neuzeitliche Prägungen ab 1500 aus Deutschland oder anderen europäischen Staaten, oder Ausgaben des Kaiserreichs ab 1871 und der Weimarer Republik. Oder ob man sein Interesse auf Medaillen konzentrieren möchte. Medaillen sind Prägungen ohne Zahlungswert, herausgegeben zu unterschiedlichen Anlässen. Medaillen darf – im Gegensatz zu echten Münzen mit Zahlungswert – im Prinzip jeder Privatmann herstellen lassen.

Der zweite Schritt besteht in der Beschaffung von entsprechender Literatur zum ausgewählten Sammelgebiet, um Basiswissen zu erwerben. Leider sparen viele Einsteiger in die Numismatik hier am falschen Platz. Und drittens sollte man auf  das Fachwissen und die Erfahrung eines Spezialisten zurückgreifen. Viele versierte Münzhändler sind in Fachverbänden organisiert, z.B. dem Verband der deutschen Münzenhändler und dem Berufsverband des deutschen Münzfachhandels sowie der internationalen Organisation AINP (Association Internationale des Numismatists Professionelles).

Doch alle diese Hilfen entbinden den künftigen Sammler nicht von Eigeninitiative. Er sollte selbst den Markt sondieren, Angebote vergleichen, Auktionskataloge und Lagerlisten studieren. Von Anfang an sollte klar sein: Münzsammeln braucht Zeit.

Ihre Frage wurde nicht beantwortet?

Kontaktieren Sie uns

Dr. Hubert Russ

Sie haben Fragen?

Unser Team steht Ihnen für Fragen oder für einen unverbindlichen Beratungstermin jederzeit gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns telefonisch unter 089-55278490, per E-Mail oder über unser Kontaktformular.

Wir freuen uns auf Sie.

Ihr Künker-Team